Hornisse

Lexikon: Hornisse (Vespa crabro)

Artenschutz

Die Hornisse ist in Deutschland eine nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art, im Gegensatz zu früher, steht sie in keinem Bundesland mehr auf der Roten Liste. Es dürfen deshalb keine bewohnte Nester in der Bundesrepublik Deutschland vernichtet werden. Muss ein Volk aber dennoch entfernt werden, kann es oft von geschulten Personen umgesiedelt werden. Dazu ist eine Ausnahmegenehmigung nötig. Auskunft erteilt die Stadt- oder Kreisverwaltung.

Umgang mit fliegenden Hornissen

Jagende oder sammelnde Hornissen stechen nur, wenn sie gequetscht werden. Sonst versuchen sie zu fliehen.

Hornissen fressen nicht an Süßspeisen und man kommt mit ihnen am Kaffeetisch nicht so leicht in Konflikt wie mit Wespen. Sie jagen dort gelegentlich Insekten, wie beispielsweise die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die dort beim Fressen für sie eine leichte Beute sind. Dann fliegen sie anschließend mit ihrer Beute an einen ruhigeren Ort, zerlegen diese und bringen sie in ihr Nest. Deshalb kann man sie als natürliche Feinde der Wespen am Kaffeetisch dulden.

Hornissen fliegen auch nächtliche künstliche Lichtquellen an, da diese wie ein Magnet sind. Durch Löschen der Lichtquelle finden sie ihre Orientierung schnell wieder und fliegen dann von selbst wieder davon. Sollte es in einem Raum geschehen, kann man der verflogenen Hornisse helfen, indem man ihr ein Glas überstülpt, vorsichtig Papier darunter schiebt und das Tier nach Draußen befördert. Selbst bei geringen Lichtverhältnissen, wenn es für uns schon Dunkel ist, können Hornissen immer noch fliegen.

Beim regelmäßigem „Besuchen“ können die Fenster mit Fliegengitter verkleidet werden.

Umgang mit Hornissennestern

Hornissen verteidigen ihr Nest und der Verteidigungsradius schwankt je nach Volk zwischen zwei und sechs Metern. Wenn diese Tiere empfindlich gestört werden, erweitert sich der Radius. Innerhalb dieses Bereiches sollte man hektische Bewegungen, starke Erschütterungen und Lärm, wie Rasenmähen und Hämmern vermeiden. Auch Anatmen oder Anpusten sollten vermieden werden, da es sie zum Stechen reizt.

Die Nester der Hornissen sind an der Unterseite offen durch das sie ein- und ausfliegen, aber auch ihren Kot lassen sie einfach aus der Öffnung fallen. Da das Volk etwa ein halbes Kilogramm Insekten pro Tag frisst, kann der Kot  dem Nest Bauschäden verursachen. Als Gegenmaßnahme ist es ratsam ein großes Gefäß mit saugfähigem Inhalt  unterzustellen.

Hornissen bauen ihre Nester aus zerkautem Holz in den Höhlen von großen Laubbäumen. Solche Höhlen sind recht selten und werden von vielen anderen Tierarten genutzt. So müssen Hornissen häufig mit viel zu kleinen Vogelnistkästen zufrieden sein oder sie nisten sich in Dachböden oder Fahrradschuppen ein. Bevorzugt tun sie das in der Nähe von Obstbaumwiesen und anderen grünen Inseln in der Landschaft. Findet man auf dem Dachboden ein Hornissennest, ist dies kein Grund zur Panik. Man kann die Nester dort lassen, denn Hornissen sind nicht angriffslustig, sondern ruhig und fluchtbereit. Im Spätsommer ist der Hornissenstaat am größten. Folglich wird man erst dann so richtig auf diese Faltenwespe aufmerksam, kurz bevor sich ihr Staat aufzulösen beginnt. Bisweilen verirren sich Hornissen bei der Nahrungssuche auch in Wohnungen, besonders im Mai und Juni auch Königinnen. Keineswegs sollte man diese seltenen und für den Naturhaushalt so wichtigen Tiere töten.

Quelle:
1) de.wikipedia.org | Hornisse
2) http://www.natur-lexikon.com | Hornisse

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