Blauer Eisenhut

Lexikon: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) in den Dolomiten (Tschamintal)

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) ist einer der giftigsten Pflanzen Europas. Sie werden auch als Zierpflanzen in den Gartencentern verkauft. Man sollte sich beim Kauf dieser Zierpflanze vorher Gedanken machen, ob ich diese in meinen Garten pflanze. Das heist, wenn sich Kleinkinder im Garten aufhalten, sollte ich auf diese Zierpflanze ganz und gar verzichten.

Giftige Wirkstoffe und Toxizität

Als Haupt-Alkaloid unter den Diterpen-Alkaloiden ist das Aconitin enthalten. In den Blättern beträgt die Konzentration 2 %. Die Wurzelknollen enthalten im Winter mit bis zu 3 % den höchsten Alkaloidgehalt. Da für den erwachsenden Menschen etwa 2 bis 6 mg reines Aconitin tödlich wirken, kann diese Menge mit wenigen Gramm Frischmasse aufgenommen werden. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Die Giftigkeit der Eisenhüte ist schon lange bekannt und aus dem daraus gewonnenen Sud wurde in den Frühzeiten Pfeilgift hergestellt.

Symptome

In ca. 25 % der Vergiftungsfälle kommt es zu Symptomen, die sich etwa 15 Minuten nach der Pflanzenaufnahme in kribbeln und brennen in Mund und Rachen äußern. Folgen können ein Taubheitsgefühl der Zunge, der Hände und Zehen sein. Danach schließen sich bei schweren Vergiftungen Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche, Koliken, Kreislauf oder Atemlähmung an. Einige Gramm vom Wurzelstock des Eisenhutes erscheinen nicht viel, reichen aber aus, um schlimme Symptome hervorzurufen, die innerhalb einiger Stunden zum qualvollen Tod führen. Die Gifte werden auch gut über die Haut aufgenommen, so dass bereits beim Pflücken der Pflanze sowie beim Spielen der Kinder mit Blüten Symptome auftreten können.

Hinweise: Entfernen der Pflanzteile aus dem Mund.

Gefährlichste heimische Giftpflanze in Mitteleuropa! Bei Symptomen sofortige Krankenhauseinweisung durch den Notarzt.

Quelle: de.wikipedia.org | Blauer Eisenhut

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